Was bringen der Bypass Luzern und die Spange Nord?

Bypass und Spange Nord verbessern die Erreichbarkeit der Zentralschweiz sowie von Stadt und Agglomeration Luzern
Die Autobahn A 2 und die Autobahn A 14 stossen im Raum Luzern an ihre Kapazitätsgrenzen: Täglich passieren durchschnittlich rund 97’000 Fahrzeuge den Reussporttunnel. Die Anzahl Staustunden auf der A 14 hat allein 2015 um fast 125 Stunden zugenommen. Bis 2020 dürfte der Verkehr im Reussporttunnel auf über 100’000 Fahrzeuge pro Tag ansteigen; bis 2030 sogar auf 111’000 Fahrzeuge täglich. Der Bypass – ein neuer Autobahntunnel zwischen Ibach in Luzern Nord und dem Gebiet Grosshof in Kriens – sichert die Leistungsfähigkeit des Nationalstrassennetzes und verbessert die Erreichbarkeit der Zentralschweiz.

Nach dem Bau des Bypasses wird die heutige A 2 zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Autobahn-Anschluss Luzern-Kriens zu einer Stadtautobahn umfunktioniert.

Der Anschluss Luzern-Lochhof und die Spange Nord verlagern den Agglomerationsverkehr auf die neue Stadtautobahn und sorgen so für einen flüssigen Agglomerationsverkehr. Zudem werden die nördlichen und westlichen Stadtteile sowie Teile Ebikons dank der Spange Nord direkter an das Nationalstrassennetz angeschlossen. Dadurch, dass der Agglomerationsverkehr verstärkt über die neue Stadtautobahn abgewickelt wird, nimmt ausserdem die Verkehrssicherheit zu.

Bypass und Spange Nord entlasten das Zentrum und schaffen Platz für den öffentlichen Verkehr
Die Spange Nord verlagert den Agglomerationsverkehr auf die neue, hauptsächlich unterirdische Stadtumfahrung. Das reduziert den Verkehr im Zentrum um rund 30 Prozent und schafft Platz für den ÖV und den Langsamverkehr (insbesondere im Bereich Baselstrasse, Spitalstrasse, Hirschengraben, Obergrundstrasse, Pilatusstrasse und Seebrücke). Zwischen Kupferhammer (Kriens) und Luzernerhof (Luzern) entstehen durchgehende Busspuren. Der ÖV wird so schneller und zuverlässiger – was gerade auch für die Erreichbarkeit des Durchgangsbahnhofs Luzern essenziell ist.

Bypass und Spange Nord gehören zusammen: Ihren vollen Nutzen entfalten die beiden Projekte nur gemeinsam
Erst mit dem Bypass kann die heutige A 2 zur Stadtautobahn umfunktioniert werden. Und erst die Spange Nord verlagert den Agglomerationsverkehr auf die Stadtautobahn.