Bypass Luzern und Gemeinde Kriens

Die Gemeinde Kriens setzte sich im Rahmen der Vernehmlassung zum Bypass-Projekt für eine längere Einhausung der Autobahn auf Gemeindegebiet ein. In einer Ende 2016 bzw. Anfang 2017 beim Bund und beim Kantonsrat Luzern eingereichten Petition erneuerte ein Krienser Nein-Komitee diese Forderung. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat bereits eine Verlängerung des Sonnenberg-Südportals (Gebiet Grosshof) um maximal 300 Meter in das Projekt aufgenommen. Die Anpassungen lösen Mehrkosten von rund 100 Millionen Franken aus. Um die Verlängerung optimal in die Umgebung einzubetten und nutzbar zu machen, führte das Astra zudem einen Projektwettbewerb durch; die Gemeinde Kriens nahm in der Jury Einsitz.
 
Das Siegerprojekt zur Verlängerung des Sonnenberg-Südportals und Neugestaltung der Grosshofbrücke wurde im Herbst 2017 gekürt. Die Massnahmen verbessern nicht nur den Lärmschutz, sie schaffen auch neuen Stadt- und Lebensraum. Mit der umgestalteten Grosshofbrücke – mit Park auf dem Dach und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten – entsteht ein neues Eingangstor zu Kriens.
 
Um die weitergehenden Forderungen der Gemeinde bzw. des Nein-Komitees – etwa eine Verlängerung des Schlund-Tunnels Richtung Norden – zu prüfen, führt das Astra zurzeit zusammen mit Kriens, Luzern Plus und der kantonalen Dienststelle Verkehr und Infrastruktur eine städtebauliche Potenzialanalyse durch. Ziel ist es, den Mehrwert möglicher Massnahmen aufzuzeigen, die durch Dritte finanziert werden könnten. Kriens fordert jedoch weiterhin eine Integration in das Bypass-Projekt.