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Gesamtsystem Bypass
Luzern

Was bringt der Bypass Luzern ?

Der Bypass verbessert die Erreichbarkeit der Zentralschweiz sowie von Stadt und Agglomeration Luzern
Der Verkehr von und nach Luzern hat in den letzten zehn Jahren um rund zwanzig Prozent zugenommen. Die Autobahn A2 und die Autobahn A14 stossen im Raum Luzern an ihre Kapazitätsgrenzen: Im Reussporttunnel wurden 2025 an Werktagen durchschnittlich rund 105’900 Fahrzeuge gezählt. Bis 2030 dürfte der Verkehr im Reussporttunnel auf über 111’000 Fahrzeuge pro Tag ansteigen; bis 2040 sogar auf 124’000 Fahrzeuge täglich. Ein solcher Zuwachs ist mit der heutigen Infrastruktur nicht zu bewältigen. Der Bypass – ein neuer Autobahntunnel zwischen Ibach in Luzern Nord und dem Gebiet Grosshof in Kriens – verbessert die Erreichbarkeit der Zentralschweiz.

Der Bypass erhöht die Leistungsfähigkeit der Autobahn rund um Luzern, verbessert den Verkehrsfluss und die Sicherheit
Vor Luzern treffen bei der Verzweigung Rotsee die Verkehrsströme der nationalen Nord–Süd-Achse A2 sowie der A14 von Zürich–Zug zusammen. Diese überlagern sich auf der Stadtdurchfahrt mit dem regionalen und lokalen Verkehr. Die dadurch verursachte Verkehrsbelastung führt seit einiger Zeit zu Überlastungen. Die Folgen sind zunehmende Verkehrsbehinderungen auf der A2, der A14 und auf dem lokalen Strassennetz. 

Die Stauintensität auf der A2 ist 2025 deutlich gestiegen: von 153 Stauminuten pro 1 Mio. Fahrzeugkilometer im Jahr 2024 auf 199 Stauminuten im Jahr 2025. Damit liegt die A2 deutlich über dem Durchschnitt aller Nationalstrassen von 135 Stauminuten.

Auch auf der A14 ist die Stauintensität 2025 gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegt gemäss ASTRA bei rund 250 Stauminuten pro 1 Mio. Fahrzeugkilometer. Damit weist die A14 weiterhin eine deutlich überdurchschnittliche Stauintensität auf.

Ohne Bypass als zusätzliche Verkehrsachse würde der Ausweichverkehr auf das untergeordnete Strassennetz zunehmen und insbesondere auch den öffentlichen Verkehr behindern. Der Engpass rund um Luzern wird mit dem Bypass-Tunnel und zusätzlichen Fahrspuren behoben. Dadurch erhöht sich der Verkehrsfluss und die Sicherheit verbessert sich.

Der Bypass entlastet die Stadtautobahn vom Durchgangsverkehr
Der Transitverkehr wird durch den Bypass-Tunnel an Luzern vorbeigeleitet. Nach dem Bau des Bypasses kann die heutige A2 zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Autobahn-Anschluss Luzern–Kriens zu einer Stadtautobahn umfunktioniert werden. Je mehr Agglomerationsverkehr über die mehrheitlich unterirdische Stadtautobahn A2 abgewickelt wird, desto höher die Entlastung in und um die Stadt Luzern.

Ausweichroute im Ereignisfall und bei Unterhaltsarbeiten
Die A2 im Bereich Luzern (Sonnenbergtunnel) ist ein Nadelöhr. Geschieht ein Unfall, ist nicht nur der Nord–Süd-Verkehr gestört, sondern auch das übrige Strassennetz in der Region wird schnell einmal beeinträchtigt. Im Ereignisfall oder bei Unterhalts- und Sanierungsarbeiten dient der Bypass als Ausweichroute zur Stadtautobahn A2 und umgekehrt.

Quelle: ASTRA, Verkehrsentwicklung und Verfügbarkeit der Nationalstrassen Jahresbericht 2025