Vernehmlassung Spange Nord (Vorprojekt)

Aufgrund der Rückmeldungen aus der Vernehmlassung zum Vorprojekt «Spange Nord und Massnahmen für den ÖV» wurde dieses überarbeitet – mit dem Ziel, einen Mittelweg zwischen Funktionalität, Stadtverträglichkeit und Kosten zu finden.
 
Die Überarbeitung des Vorprojekts bestätigt zum einen die Konzeption der Spange Nord. Zum anderen enthält das überarbeitete Vorprojekt verschiedene Projektverbesserungen. Die Anpassungen lösen Mehrkosten von rund 50 Millionen Franken aus.
 
In ihrer Vernehmlassungsantwort zum überarbeiteten Vorprojekt äusserte sich die Stadt Luzern nach wie vor kritisch zum vorgelegten Spange-Nord-Projekt – gleichwohl sie das Gesamtsystem Bypass Luzern als übergeordnete Massnahme im Agglomerationsprogramm Luzern und die damit verfolgten Ziele anerkennt und Bypass Luzern und Spange Nord wichtige Bestandteile der städtischen Mobilitätsstrategie sind. Die kritische Haltung der Stadt Luzern stellt den weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess vor Herausforderungen.

Der Kanton Luzern hält am vorgelegten Spange-Nord-Projekt grundsätzlich fest – zumal das Gesamtsystem Bypass Luzern (Bypass Luzern und Spange Nord mit ÖV-Massnahmen) in allen zentralen Planungsinstrumenten des Kantons Luzern verankert ist und von den übrigen Zentralschweizer Kantonen sowie vom Gemeindeverband Luzern Plus unterstützt wird. Der Kanton Luzern wird jedoch im direkten Austausch mit der Stadt Lösungen für eine weitere Verbesserung des Projekts suchen. Der Planungskredit soll denn auch mithelfen, die Anliegen der Stadt Luzern bei der weiteren Projektierung soweit möglich einzubeziehen und das Projekt voranzubringen.

Angesichts des künftigen Mobilitätswachstums im Raum Luzern (MIV: +20%) ist es zentral, die Spange Nord bis 2030/35 zu realisieren. Zusammen mit dem Bypass Luzern verbessert die Spange Nord die Erreichbarkeit der Agglomeration Luzern. Sie entlastet zudem das Stadtzentrum und schafft Platz für den öffentlichen Verkehr in der Innenstadt. Und: Ihren vollen Nutzen entfalten Bypass und Spange Nord nur gemeinsam. Erst mit dem Bypass Luzern kann die heutige A2 zur Stadtautobahn umfunktioniert werden, und erst die Spange Nord verlagert den Agglomerationsverkehr auf die Stadtautobahn.